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Penetrationtesting

Die 5 wichtigsten Penetrationtest-Methoden im Überblick 2025

Die 5 wichtigsten Penetrationtest-Methoden im Überblick 2025 In einer zunehmend digitalisierten Welt gehören Penetrationstests zu den wichtigsten Maßnahmen, um die IT-Sicherheit eines Unternehmens...

Srdan Manasijevic

Srdan Manasijevic

CEO

Die 5 wichtigsten Penetrationtest-Methoden im Überblick 2025

Die 5 wichtigsten Penetrationtest-Methoden im Überblick 2025

In einer zunehmend digitalisierten Welt gehören Penetrationstests zu den wichtigsten Maßnahmen, um die IT-Sicherheit eines Unternehmens realistisch zu überprüfen. Sie simulieren gezielte Angriffe, um Schwachstellen in Systemen, Netzwerken und Anwendungen frühzeitig zu erkennen – bevor es ein echter Angreifer tut.

Doch nicht jeder Test folgt dem gleichen Ansatz: Je nach Zielsetzung und Ausgangslage kommen unterschiedliche Penetrationstest-Methoden zum Einsatz. In diesem Beitrag stellen wir die fünf wichtigsten Methoden vor und zeigen, wann welche sinnvoll ist.


Die fünf zentralen Penetrationstest-Methoden

  • Blind Testing

  • Targeted Testing

  • External Testing

  • Internal Testing

  • Double-Blind Testing


1. Blind Testing

Beim Blind Testing führt der Penetrationstester den Angriff ohne jegliche Vorabinformationen über das Zielsystem durch. Das Unternehmen stellt keine Details zu Infrastruktur, Systemen oder Sicherheitsvorkehrungen bereit.

Diese Methode simuliert besonders realistisch einen externen Angriff durch einen unbekannten Angreifer.

Ziel: Sicherheitsmaßnahmen und Reaktionsfähigkeit des internen Sicherheitsteams unter realen Bedingungen prüfen Vorteil: Sehr realitätsnahe Ergebnisse Nachteil: Höherer Aufwand und längere Testdauer aufgrund fehlender Hintergrundinfos


2. Targeted Testing

Beim Targeted Testing arbeiten der Penetrationstester und das Unternehmen eng zusammen. Beide Seiten teilen Informationen über zu prüfende Systeme, Anwendungen oder Sicherheitsmaßnahmen.

Diese Methode ist besonders transparent und gut geeignet, um gezielt definierte Bereiche auf Schwachstellen zu prüfen.

Ziel: Effiziente Identifikation bekannter Schwachstellen durch abgestimmte Szenarien Vorteil: Schnelle, praxisnahe Ergebnisse und direkter Austausch Nachteil: Weniger realistisch als ein echter Angriff


3. External Testing

Beim External Testing konzentriert sich der Test ausschließlich auf Systeme und Dienste, die öffentlich über das Internet erreichbar sind. Beispiele:

  • Webseiten und Webanwendungen

  • E-Mail-Server

  • Firewalls

  • VPN-Zugänge

  • Cloud-Dienste

Der Tester agiert wie ein externer Angreifer und prüft potenzielle Einstiegspunkte in öffentlich erreichbare Systeme.

Ziel: Bewertung der externen Angriffsfläche Vorteil: Relevante Erkenntnisse für die Absicherung internetseitiger Systeme Nachteil: Interne Schwachstellen bleiben unberücksichtigt


4. Internal Testing

Internal Testing simuliert einen Angriff aus dem Inneren des Unternehmens – etwa durch Mitarbeitende, Dienstleister oder Angreifer mit kompromittiertem Zugang.

Der Tester erhält typischerweise Zugriff auf ein internes Netzwerksegment oder einen Arbeitsplatz.

Ziel: Bewertung der Risiken durch Insider oder bereits eingeloggte Angreifer Vorteil: Realistische Einschätzung interner Bedrohungen Nachteil: Der externe Schutz wird nicht geprüft


5. Double-Blind Testing

Beim Double-Blind Testing wissen weder der Penetrationstester noch das interne IT- oder Sicherheitsteam, dass ein Test durchgeführt wird. Auch die Zielsysteme sind nicht bekannt.

Diese Methode simuliert am realistischsten einen unbemerkten Cyberangriff.

Ziel: Umfassender Stresstest für Sicherheitsarchitektur, Monitoring und Incident Response Vorteil: Maximale Realitätsnähe Nachteil: Hoher Aufwand und potenziell riskanter, wenn unzureichend abgestimmt


Fazit

Penetrationstests sind ein unverzichtbares Instrument, um technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen zu prüfen. Die Wahl der passenden Testmethode hängt ab von:

  • Zielen

  • Risikolage

  • IT-Sicherheitsreife

  • verfügbaren Informationen

In einem ISMS nach ISO 27001 oder BSI IT-Grundschutz sind regelmäßige Penetrationstests zentral für kontinuierliche Verbesserung und Risikobehandlung. Sie liefern konkrete Hinweise auf Schwachstellen und dienen als Nachweis für die Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen.

Richtig geplant und dokumentiert tragen Penetrationstests entscheidend dazu bei, Schutzbedarf realistisch einzuschätzen, Sicherheitsziele zu überprüfen und die Widerstandsfähigkeit der Organisation nachhaltig zu erhöhen.


FAQ

Was ist ein Penetrationstest?

Ein simulierter Cyberangriff auf IT-Systeme, um Schwachstellen aufzudecken und Sicherheitsniveaus zu bewerten – bevor echte Angreifer sie ausnutzen.

Welche Penetrationstest-Methoden gibt es?

Blind Testing, Targeted Testing, External Testing, Internal Testing und Double-Blind Testing.

Wann ist Internal Testing sinnvoll?

Wenn Risiken durch Insider oder kompromittierte interne Zugänge bewertet werden sollen – besonders in Unternehmen mit vielen Mitarbeitenden oder externem Zugriff.

Was ist der Unterschied zwischen Blind und Double-Blind Testing?

  • Blind: Nur der Tester kennt keine Details.

  • Double-Blind: Weder Tester noch IT-Team wissen von dem Test – die realistischste Simulation eines echten Angriffs.

Warum sind Penetrationstests Teil eines ISMS?

Standards wie ISO 27001 oder BSI IT-Grundschutz verlangen regelmäßige Wirksamkeitsprüfungen. Pentests liefern konkrete Daten zur Risikobewertung und helfen beim Schließen von Schwachstellen.

Srdan Manasijevic

Srdan Manasijevic

CEO

Experte für Informationssicherheit, Datenschutz und Risikomanagement mit umfassender Erfahrung in der Beratung von Konzernen und öffentlichen Organisationen. Spezialisiert auf ISO 27001, BSI-Standards und moderne Risikoanalyse-Methoden.

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