Kommt der Grundschutz++ 2025?

 

Was ist der Grundschutz++ und warum ist er wichtig?

Die IT-Sicherheitslandschaft entwickelt sich in rasantem Tempo weiter. Cyberangriffe werden immer raffinierter, Unternehmen treiben ihre Digitalisierung voran, und die regulatorischen Anforderungen wie die NIS2-Richtlinie und der geplante Grundschutz++ nehmen kontinuierlich zu. Genau in diesem dynamischen Umfeld setzt der Grundschutz++ an, um den steigenden Anforderungen an IT-Sicherheit gerecht zu werden.

Als Weiterentwicklung des bewährten IT-Grundschutzes des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) soll der Grundschutz++ Unternehmen dabei helfen, ihre IT-Sicherheitsmaßnahmen effizienter und praxisorientierter zu gestalten. Aber wann kommt der Grundschutz++ wirklich? Und was macht ihn so besonders?

 

Was ist der IT-Grundschutz++?

Der Grundschutz++ ist eine Weiterentwicklung des bisherigen IT-Grundschutzes des BSI. Er wurde konzipiert, um die Umsetzung von IT-Sicherheitsmaßnahmen für Unternehmen jeder Größe einfacher, moderner und effizienter zu gestalten. Dabei bleibt das Ziel bestehen: Ein hohes Sicherheitsniveau in der Informationstechnik zu erreichen und gleichzeitig die Komplexität für die Anwender zu reduzieren.

Warum wird der Grundschutz++ benötigt?

Die Digitalisierung und neue Bedrohungen wie Ransomware oder Supply-Chain-Angriffe stellen Unternehmen vor immer größere Herausforderungen. Zwar bietet der bestehende IT-Grundschutz eine solide Grundlage, wird jedoch oft als zu komplex und wenig flexibel wahrgenommen. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) kämpfen mit der hohen Dokumentationslast, wenn Sie den IT-Grundschutz ohne ISMS-Tool umsetzen wollen. Die fuentis AG ist offizieller Partner des BSI.

Was macht den Grundschutz++ besonders?

Ein zentraler Aspekt des Grundschutz++ ist die Abkehr von der bisherigen Dokumentationsmethode. Statt umfangreicher Word-Dokumente und Listen setzt der Grundschutz++ auf Excel-Tabellen, die es ermöglichen, Sicherheitsmaßnahmen strukturierter und übersichtlicher darzustellen. Dabei handelt es sich jedoch um die herkömmliche Umsetzung, die deutlich aufwändiger und kostenintensiver ist als die Nutzung eines ISMS-Tools. Diese Veränderung soll insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs) den Zugang zur IT-Sicherheit erleichtern.

Die wichtigsten Merkmale des Grundschutz++ im Überblick:

  • Modernisierte Inhalte: Berücksichtigung aktueller Herausforderungen wie Cloud-Sicherheit, IoT und neue Bedrohungsszenarien der Industrie 4.0.
  • Praktikabilität im Fokus: Der Grundschutz++ soll nicht nur sicher sein, sondern auch praxisnah. Dies ist ein oft geäußerter Kritikpunkt am bisherigen IT-Grundschutz des BSI.
  • Flexibilität: Die neue Struktur ermöglicht es, individuelle Anforderungen besser abzubilden und gezielter auf branchenspezifische Risiken einzugehen.

Ein wichtiger Schritt in die Zukunft

Der Grundschutz++ knüpft direkt an die Bedürfnisse moderner Unternehmen an, die sich in einer dynamischen IT-Landschaft behaupten müssen. Durch die neuen Ansätze und Methoden könnte er dazu beitragen, IT-Sicherheit für Organisationen zugänglicher zu machen. Ohne dabei Abstriche bei der Qualität zu riskieren. Ob sich diese Erwartungen erfüllen, wird sich allerdings erst nach seiner Einführung zeigen.

 

Kommt der Grundschutz++ wirklich 2025?

Die Einführung des Grundschutz++ wird schon lange erwartet. Auf der IT-Sicherheitsmesse it-sa 2024 hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik offiziell klargestellt, dass der Grundschutz++ nicht 2025, sondern zum 1. Januar 2026 eingeführt wird. Damit gibt es nun einen klaren Stichtag, der Unternehmen und Behörden Zeit gibt, sich auf die Neuerungen vorzubereiten.

Was bedeutet das für Unternehmen?

Auch wenn der Grundschutz++ nicht 2025, sondern erst 2026 eingeführt wird, sollten Unternehmen die Zeit nutzen, um sich mit den Konzepten des aktuellen IT-Grundschutzes vertraut zu machen. Die bestehenden Bausteine bieten weiterhin eine solide Grundlage, um die IT-Sicherheit zu gewährleisten. Gleichzeitig sollten Unternehmen die Entwicklungen des BSI im Auge behalten, um frühzeitig auf den Grundschutz++ umstellen zu können.

 

Was können Unternehmen schon heute tun?

Auch wenn der Grundschutz++ erst ab dem 1. Januar 2026 eingeführt wird, können Unternehmen bereits jetzt aktiv werden, um sich darauf vorzubereiten und ihre IT-Sicherheitsmaßnahmen zu optimieren. Der aktuelle IT-Grundschutz des BSI bietet weiterhin eine bewährte Grundlage, die gezielt genutzt werden kann, um Informationssicherheit systematisch zu stärken.

Den aktuellen IT-Grundschutz effektiv nutzen

Ein erster wichtiger Schritt ist die konsequente Nutzung der bestehenden IT-Grundschutz-Bausteine. Diese decken eine Vielzahl von Sicherheitsaspekten ab und lassen sich flexibel an die individuellen Anforderungen eines Unternehmens anpassen. Gleichzeitig können Unternehmen ein Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) aufbauen oder verbessern, basierend auf dem Standard ISO 27001 oder den Empfehlungen des BSI. Ein solches ISMS schafft nicht nur eine solide Grundlage für die aktuelle IT-Sicherheitsstrategie, sondern erleichtert auch den späteren Übergang zum Grundschutz++. Regelmäßige Audits helfen zudem, Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und gezielt zu beheben, bevor sie zu einem Risiko werden.

Mitarbeiter weiterbilden und Prozesse optimieren

Darüber hinaus sollten Unternehmen in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren. Schulungen, die auf den aktuellen IT-Grundschutz ausgerichtet sind, bereiten Teams darauf vor, die bestehenden Maßnahmen effizient umzusetzen und die Konzepte des zukünftigen Grundschutz++ besser zu verstehen. Diese Maßnahmen stärken nicht nur die IT-Sicherheitskompetenz der Mitarbeiter, sondern schaffen auch eine Kultur der Achtsamkeit gegenüber potenziellen Sicherheitsrisiken. Gleichzeitig sollten Unternehmen ihre internen Prozesse auf Effizienz und Flexibilität überprüfen, um später den Übergang zu den neuen Methoden des Grundschutz++ reibungslos zu gestalten.

 

Ein Schritt in die Zukunft der IT-Sicherheit

Der Grundschutz++ bietet ab dem 1. Januar 2026 ein praxisnahes Konzept für die steigenden Anforderungen an IT-Sicherheit. Unternehmen können sich bereits jetzt vorbereiten, indem sie den aktuellen IT-Grundschutz nutzen und ein ISMS aufbauen. Während sich ein ISMS auch mit Word- oder Excel-Dateien umsetzen lässt, ist dies oft zeit- und kostenintensiv. Mit einem spezialisierten ISMS-Tool gelingt die Umsetzung jedoch deutlich effizienter und ressourcenschonender, was den Übergang zum Grundschutz++ erleichtert und eine zukunftssichere Sicherheitsstrategie unterstützt.

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